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09.06.2017 | Stefanie Starke | Passau

„Unser Ziel ist es die soziale Spaltung zu stoppen!“

Abgeordnete tauschen sich mit VdK Passau aus

Der VdK ist der größte Sozialverband Bayerns. „Wir kommen immer dann ins Spiel, wenn`s eben irgendwo nicht passt“, macht VdK Kreisgeschäftsführer Klaus Ortner im Gespräch mit den Abgeordneten Walter Taubeneder und Dr. Gerhard Waschler deutlich.



(v.l.) Helmut Brummer (stellv. Kreisvorsitzender), MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler, VdK-Kreisgeschäftsführer Klaus Ortner, MdL Walter Taubeneder, VdK-Kreisvorsitzender Josef Fürst und Raimund Kneidinger, in seiner Funktion als stellvertretender Vorsitzende

In einem Gespräch hat sich der VdK-Vorstand zu den wichtigsten Themen des Sozialverbandes ausgetauscht. Neben Gesundheit und Armut, steht beispielsweise auch die Barrierefreiheit auf der Agenda des VdK. „Wir setzen uns für ein gleichberechtigtes Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung ein – daher ist Barrierefreiheit eines unserer wichtigsten Themen“, so Josef Fürst, Vorsitzender des VdK-Verbandes für Stadt und Landkreis Passau. Bis zum Jahr 2023 gilt es bayernweit die Barrierefreiheit in öffentlichen Gebäuden sicherzustellen – eine herausfordernde Aufgabe. „Wir stehen den Gemeinden hier in der Region mit unseren Barriere-Beratern zur Seite, die speziell geschult worden sind und einen Blick für Barrieren entwickelt haben“, so Klaus Ortner. „Der Abbau von Barrieren muss nicht immer viel kosten: Sei es beschilderte Klingeln an öffentlichen Gebäuden oder auch der Hinweis auf barrierefreie öffentliche Toiletten und Behinderten-Parkplätze auf den Internetseiten von Kommunen oder Reiseführern – das alles zählt zu Barrierefreiheit.“

Zahlreiche Anfragen würden derzeit zu den geänderten Richtlinien in Zusammenhang mit der Berechtigung für Parkbescheinigungen für Behindertenparkplätze laut, da mittlerweile nur noch Personen eine Berechtigung erhalten, die auch einen Rollstuhl besitzen. „Betroffene müssen hier schwer kämpfen, um noch eine Berechtigung zu erhalten – hier flattern zahlreiche Beschwerden herein“, macht der VdK-Kreisgeschäftsführer deutlich. 

Neben Fragen rund um das Thema Behinderung schlagen auch immer mehr Anliegen im Rahmen der Rentenversicherung auf – „in Simbach und Pocking haben die Bürgerinnen und Bürger keine Anlaufstellen mehr, da sich die Deutsche Rentenversicherung aus der Peripherie merkbar zurückzieht“, macht Ortner deutlich. Der VdK rücke hier mehr und mehr in den Fokus und komme mit der Beratung nur schwer hinterher. „Hinzu kommt natürlich, dass bei vielen Menschen das Frustpotential sehr hoch ist – wir haben nicht immer nur einfach Fälle.“

Was auch immer die Menschen für Anliegen an den VdK herantragen würden, ob Krankheit, Pflegebedürftigkeit, Arbeitslosigkeit – „wir nehmen die Sorgen und Hilferufe sehr ernst. Soziale Spaltung stoppen! Darauf kommt es uns an“, so der Kreisgeschäftsführer abschließend. Das müsse oberstes Ziel sein. „Der VdK ist als großer Sozialverband ein unverzichtbarer Ansprechpartner für die Menschen in unserer Region“, so die Abgeordneten.