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18.07.2017 | Stefanie Starke | Bad Füssing

Ein Kurort im Wandel

MdL Taubeneder tauscht sich zu Ortsentwicklungsplanung in Bad Füssing aus

„Es geht uns letztlich immer um die Zukunftsfähigkeit der Gemeinde und auch unser Kurort unterliegt natürlich einem ständigen Wandel“, erläutert Bürgermeister Alois Brundobler im Gespräch mit MdL Walter Taubeneder. Der Bürgermeister dankte bei dieser Gelegenheit nochmals für die Zuschüsse aus dem Bund-Länder-Städtebauförderprogramm „Zukunft Stadtgrün“. Es gelte ständig am Ball zu bleiben und die Attraktivität sowohl für die Bürgerinnen und Bürger, als auch für Touristen weiter auszubauen.



MdL Walter Taubeneder (rechts) und Bad Füssings Bürgermeister Alois Brundobler im Austausch zur Ortentwicklungsplanung von Bad Füssing.

Im Rahmen des neuen Förderprogramms „Zukunft Stadtgrün“ werden in Niederbayern insgesamt fünf Städte und Gemeinden mit rund 1,8 Millionen Euro unterstützt – darunter neben Aldersbach, auch Bad Füssing mit insgesamt 600.000 Euro.

„Es geht darum, mit den Geldern in die sogenannte grüne Infrastruktur der Kommunen zu investieren, und damit vorrangig in die Lebensqualität vor Ort“, betont MdL Taubeneder. Grünflächen sollen neu erlebbar gestaltet werden – Bad Füssing hat in diesem Zusammenhang schon konkrete Pläne. „Die Gesamtmaßnahme sieht die Weiterentwicklung der Ortsteile Bad Füssing, Würding und Egglfing am Inn vor, im Sinne der jeweils eigenständigen Profilierungen, die im Rahmen des Zukunftskonzeptes erarbeitet wurden. Dabei sollen die bereits bestehenden Grünstrukturen ganz behutsam und unter Berücksichtigung der jeweiligen Bedürfnisse der dort lebenden Generationen aufgewertet und weiterentwickelt werden“, erklärt der Bürgermeister.

Konkret sind im Ortsteil Bad Füssing Maßnahmen wie die Gestaltung des Ortseingangs am Kurpark geplant, ebenso die Modernisierung des Bürger- und Freizeitparks. Im Ortsteil Würding steht die Neugestaltung der Unteren Inntalstraße als zentrales Verbindungselement und prägender Straßenraum im Fokus, in Egglfing soll die Ortsmitte neu geordnet werden – „Hier visieren wir die Schaffung eines markanten Ortszentrums an, als Begegnungsraum und zur Darstellung des Charakters der dörflich geprägten Landwirtschaft“, so Brundobler.

Das Thema „Grün“ spiele in der Gemeinde, als bedeutender Kurort, seit langem eine herausragende Rolle. „Im Zuge der Umsetzung der Ortsentwicklungsplanung mit der Neupositionierung ‚Heilwelt trifft heile Welt‘ wird die Bedeutung der Grün- und Erlebnisräume im gesamten Gemeindegebiet weiter zunehmen“, ist sich Alois Brundobler sicher – dazu würden beispielsweise der Stressabbau durch die visuelle Erfahrung von Grün, die Bewegung durch Parkanlagen zur Förderung der Gesundheit oder auch die durch attraktiv gestaltete Straßenräume und Plätze geförderte Pflege nachbarschaftlicher Kontakte, zählen – „all dies trägt zu einer ökologisch, städtebaulich und sozial nachhaltigen Ortsentwicklung bei, die für Bad Füssing das zentrale Ziel der nächsten Jahre ist.“ Neue, multifunktionale Parkanlagen und ökologisch wertvolle Grünflächen sollen entstehen. Der öffentliche Raum soll durch eine grüne, attraktive und barrierefreie Gestaltung das soziale Miteinander von Bewohnern und Gästen auf zentralen Plätzen und in vielfältig nutzbaren Straßenräumen mit hoher Aufenthaltsqualität ermöglichen. „Eine demografische, ökonomische, sowie ökologische Herausforderung, die mittels den Zuschüssen aus dem neuen Förderprogramm unterstützt werden soll“, so Taubeneder, der das Bemühen der Gemeinde ausdrücklich begrüßt. 

Deutschlandweit unterstützt der Bund Länder und Kommunen im laufenden Jahr mit Bundesfinanzhilfen zur Förderung des Städtebaus auf Rekordniveau von 990 Millionen Euro. Die Bundesmittel sind dabei Teil der Förderung, die die Kommunen vom Land erhalten. Weitere Fördermittel gehen in Niederbayern nach Bernried (480.000 Euro), Teisnach (300.000 Euro) und Wörth a.d.Isar (176.000 Euro).