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09.10.2017 | Stefanie Starke | Vilshofen

„Schön langsam wird es eine richtige Baustelle“

MdL Taubeneder holt Verkehrsstaatssekretär Eck zur Großbaustelle nach Vilshofen

Der Fortschritt an der Baustelle der Ortsumfahrung Vilshofen ist deutlich sichtbar. „Hier geht was vorwärts“, zeigt sich auch Verkehrsstaatssekretär Gerhard Eck bei seinem Besuch auf Einladung von MdL Walter Taubeneder beeindruckt. Zum Spatenstich der Maßnahme Ende Mai war der zuständige Staatssekretär leider verhindert, dennoch wollte er sich von Niederbayerns zweitgrößter Baustelle selbst ein Bild machen.



Besichtigung der Baustelle im Zuge der Ortsumfahrung Vilshofen

Die rund 40 Millionen Euro teure Maßnahme ist in mehrere Bauphasen untergliedert. Derzeit laufen die Arbeiten am rund 800 Meter langen Teilstück im Rahmen der Spange vom Kreisverkehr Linda bis hinunter zur Ortenburger Straße. „Wir kommen gut voran, die Erdarbeiten laufen auf Hochtouren“, schildert der Leiter des Staatlichen Bauamtes Passau Robert Wufka den aktuellen Baufortschritt. Im Bereich der künftigen Verbindungsrampen hätten sich die Bodenbedingungen als äußert ungünstig herausgestellt. „Insgesamt die Hanglage, hinzukommen der Wald und die Wolfach – das ist keine einfache Baustelle. Dennoch halten wir am Zeitplan fest und rechnen im Herbst 2018 mit der Fertigstellung dieses ersten Bauabschnitts.“ Für den Weiterbau in Richtung B 8 nehmen die bautechnischen Herausforderungen dann eher noch zu: „Es ist wie bei Tunnelarbeiten: Wir müssen uns bei der bevorstehenden Strecke von etwa 3,3 Kilometern mit ihren insgesamt acht Brücken von einer zur nächsten vorhangeln, ein seitliches Anfahren der Baustelle ist kaum möglich. Deswegen auch die lange Bauzeit von rund sieben Jahren“, so Wufka weiter.

Über 10 Millionen Euro werden mit diesem Teilstück bereits investiert sein, fast 5 Millionen Euro für den Grunderwerb der Gesamtstrecke, rund 1 Million Euro für den bereits fertig gestellten Kreisverkehr und rund 4,5 Millionen Euro für das nun im Bau befindliche Teilstück inklusive Anschlussrampen. „Allein dieser erste Teilabschnitt wird schon eine deutliche Erleichterung für die Stadt bringen“, freut sich auch MdL Taubeneder über den Baufortschritt. Die Maßnahme hat zum Zweck von den derzeit täglich über 20.000 Fahrzeugen einen großen Teil aus der Stadt herauszubekommen. „Vilshofen ist stark belastet. Die Umfahrung wird eine große Erleichterung bringen und damit gleichzeigt die Lebensqualität steigern“, so Taubeneder weiter. „Das ist nicht nur eine Umfahrung für Vilshofen, sondern eine wichtige infrastrukturelle Maßnahme für das gesamte Umland“, macht auch Landrat Franz Meyer beim Besuch des Staatssekretärs nochmal deutlich.

„Der Eingriff in das natürliche Umfeld ist zweifellos erheblich, es wurde viel für die Umwelt und die Natur bereits im Vorfeld der Baumaßnahme durchgeführt“, will auch Bauamtsleiter Robert Wufka nochmals bemerken. Haselmaus, Salamander, Fledermäuse oder auch besondere Falter wurden umgesiedelt, die Wildquerung habe man mit einbezogen und aufgrund des Eingriffs in den Lebensraum eines geschützten Käfers habe man die Straßenführung nochmals um rund 40 Meter verlegt – „Mensch, Tier und Pflanzenwelt – in unsere Entscheidung habe wir alles mit einbezogen und uns letztlich aus knapp 20 Varianten für eine Ortsumfahrung entschieden“, so Wufka. In vielerlei Hinsicht ein außergewöhnliches Projekt, das die Stadt Vilshofen sowie das Umland die nächsten sieben Jahre beschäftigen werde.

Foto (Stefanie Starke): (v.l.) Baurat Bastian Wufka, Alex Eder als Vertreter der Obersten Baubehörde, Bauamtsleiter Robert Wufka, Landrat Franz Meyer, MdL Walter Taubeneder, Staatssekretär Gerhard Eck, Herbert Hebel und Vilshofens Bürgermeister Florian Gams.