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08.01.2018 | Stefanie Starke | München/Passau

Neuer Rekordstand bei der Mittelausstattung des Staatsstraßenbaus

MdL Taubeneder tauscht sich zu marodem Straßennetz aus

Nachdem in der Ausgabe der Passauer Neuen Presse vom 20. Dezember 2017 über das marode Straßennetz in Niederbayern berichtet wurde, hat sich MdL Walter Taubeneder umgehend mit Robert Wufka, dem Leitenden Baudirektor vom Straßenbauamt Passau, zur Thematik ausgetauscht.



Foto (privat): Der Leitende Baudirektor Robert Wufka (l.) und MdL Walter Taubeneder tauschen sich zum regionalen Straßennetz aus.

„Wie unser Bayerischer Verkehrsminister Joachim Herrmann bereits mitteilte, sind in Niederbayern in den vergangenen zwei Jahren weit über 200 Millionen Euro in das Bundes- und Staatsstraßennetz investiert worden – das ist eine Hausnummer“, betont der Abgeordnete und verweist nochmals auf die zahlreichen baulichen Maßnahmen, die teils immer noch laufen – darunter unter anderem die Ortsumgehung Vilshofen, eines der größten im Bau befindlichen Staatsstraßenprojekte Bayerns, der dreistreifige Ausbau der B12 zwischen Außernbrünst und Wimperstadl, oder auch der Neubau der A94 von Malching nach Kirchham. Ganz oben auf der Agenda stehe natürlich auch die Sanierung der A3 von Regensburg bis Passau. „Auch hier wird im kommenden Jahr wieder Geld in die Hand genommen“, so Taubeneder weiter. Der Freistaat Bayern wisse um den schwierigen Zustand des Straßennetzes und bemühe sich daher stets um eine entsprechende Mittelzuweisung zur Bestandserhaltung. „Durch die in den letzten Jahren höheren Ansätze im Staatsstraßenhaushalt konnten wir im Bauamtsgebiet inzwischen etwas aufholen, dennoch hinken wir in Niederbayern hinterher“, erläutert Robert Wufka im Gespräch mit dem Abgeordneten. Der Leitende Baudirektor macht dies unter anderem an der Größe des Straßennetzes sowie den klimatischen Bedingungen fest: „Unsere Region ist geprägt von den Höhenlagen entlang der Donau und im Bayerischen Wald und damit von schwierigen klimatischen Verhältnissen. Der Unterbau der Straßen aus früheren Zeiten ist selten frostsicher, damit sind die Erhaltungs- und Instandsetzungsmaßnahmen wesentlich aufwendiger als an anderer Stelle“, erklärt Wufka. Zur Erhaltung der Staatsstraßen sei es zudem erforderlich, den allgemeinen Zustand neben der Fahrbahn zu verbessern. „Speziell geht es hier um die entsprechenden Entwässerungsmulden, -leitungen, die Einlaufbereiche und Bankette – auch diese Arbeiten sind wichtig und aufwendig“, macht Robert Wufka weiter deutlich. Mehr Aufwand ziehe auch den Bedarf an einer höheren Mittelzuweisung nach sich. „Es wäre von großem Vorteil, im Staatsstraßenbereich noch eine spürbare Mittelzuweisung zu erhalten, vor allem um damit auch mehr in die Streckenlänge bauen zu können.“

Die Bayerische Staatsregierung hat die Situation längst erkannt und so bereits gehandelt, wie MdL Taubeneder verdeutlicht: „Im Nachtragsaushalt 2018 ist bereits die Mittelausstattung für den Staatsstraßenbau aufgenommen – und es wird ein neuer Rekordstand erreicht.“ So seien einschließlich der um 4 Millionen Euro gestiegenen Planungsmittel für Staatsstraßen und Mittel der ÖPP-Modelle über 312 Millionen Euro vorgesehen.