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14.06.2019 | Stefanie Starke | Passau/München. | Gerhard Waschler MdL

„Nachhaltig und zukunftsorientiert – nur so lässt sich die Medizinerausbildung auf gesunde Beine stellen“

CSU-Abgeordnete begrüßen Reaktion des Wissenschaftsministeriums bezüglich einer Medizinerausbildung am Standort Passau

„Es muss ein für alle Seiten gangbarer Weg gefunden werden, die Medizinausbildung in der Region nachhaltig und zukunftsorientiert aufzubauen. Wir dürfen hier keine übereilten Schritte wagen, zunächst müssen fundierte Konzepte erarbeitet werden“, sind die CSU-Abgeordneten Walter Taubeneder und Prof. Dr. Gerhard Waschler überzeugt und schließen sich damit den Worten von Wissenschaftsminister Bernd Sibler an.

Dieser spricht in einer offiziellen Pressemitteilung von einer „langfristige[n], überzeugende[n] Strategie, wenn es um die Ausbildung von Ärztinnen und Ärzten in Niederbayern geht“. Seitens des Bayerischen Wissenschaftsministeriums sichert Sibler – wie in der Plenarsitzung im Landtag am 05.06.19 auch – den Verantwortlichen vor Ort Unterstützung im Rahmen von Beratungsgesprächen hinsichtlich der Universitätsmedizin zu.
Dies gilt in gleicher Weise für die örtlichen CSU-Abgeordneten, die schon seit Monaten Expertengespräche und Besichtigungen bei einschlägigen medizinischen Einrichtungen, aber auch an Orten, wo eine Umsetzung eines solchen Vorhabens schon gelungen ist oder sich im Aufbau befindet, durchführen. Von all diesen Kontakten haben und werden die Abgeordneten die Öffentlichkeit und alle Interessenten umfassend informieren und zielführende Vorschläge unterbreiten. Wie auch Sibler sehen die CSU-Abgeordneten noch zahlreiche Voraussetzungen als noch nicht erfüllt an. Hierzu zählen – so Waschler und Taubeneder – als Zwischenfazit aus den bisherigen Expertengesprächen folgende Aufgaben von Universität, Stadt und Region:

1.    Die Universität müsste umgehend ihr Profil auch auf universitätsmedizinische Aspekte ausrichten.
2.    Das Klinikum der Stadt Passau müsste einen nachvollziehbaren und gangbaren Weg zur Steigerung der Bettenzahl von 600 auf 1100 Betten zur Erreichung der Versorgungsstufe 3 vorlegen.
3.    Die Stadt Passau müsste in Zusammenhang mit Punkt 1 und 2 geeignete Ausbauflächen sowie entsprechende Verkehrsinfrastrukturmaßnahmen vorschlagen.

Sowohl die Krankenversorgung als auch die Aspekte der Forschung und Lehre sollten im Rahmen der angestrebten Medizinerausbildung berücksichtigt werden – „Letztlich gilt es vor allem den Wissenschaftsrat mit einem visionären, auf Passau und ganz Niederbayern zugeschnittenen Konzept zu überzeugen – hier müssen wir schon heute an die Medizin von morgen denken“, ist MdL Waschler überzeugt und baut in diesem Zusammenhang auf die Konzeptausarbeitung der Arbeitsgruppe an der Universität Passau, von der er mit seinem Kollegen Taubeneder von Dritter Seite erfahren hat.
Für die Abgeordneten gehe es im Rahmen der Medizinerausbildung in der Region um mehr als die Stärkung und den Ausbau der Universität und des Standortes Passau an sich – „Wir brauchen junge Ärztinnen und Ärzte bei uns auf dem Land und nicht ausschließlich in den Ballungszentren – wir müssen Mediziner für das Land gewinnen und nachhaltig die medizinische Versorgung in der Region sicherstellen“, so die Abgeordneten.