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13.11.2019 | Stefanie Starke | Passau. | Gerhard Waschler MdL

Änderungen im Waffenrecht sind überzogen

Jäger und Sportschützen tauschen sich mit CSU-Abgeordneten aus: „Gültiges Recht ist ausreichend“

„Nicht alle Beschlüsse der EU sind auch sinnvoll für unsere Gefilde“, betonen die CSU-Abgeordneten Walter Taubeneder und Prof. Dr. Gerhard Waschler im Austausch mit Vertretern der heimischen Jagdverbände und Sportschützen.

Foto (Stefanie Starke): MdL Prof. Dr. Gerhard Waschler, stellvertretender Landrat Raimund Kneidinger, Ernst Gerauer, Martin Krautstorfer, Antonio Ruppert, Josef Mühlberger und MdL Walter Taubeneder.
 „In einem Dringlichkeitsantrag haben wir uns bereits dafür stark gemacht, dass Sportschützen, Jäger und auch Brauchtumsschützen nicht kriminalisiert werden“, so MdL Taubeneder. Ziel sei vielmehr eine unbürokratische und praktikable Umsetzung der EU-Vorgaben bei uns in Deutschland. „Es kommt immer wieder zu Verstößen im Waffenrecht und in diesem Zusammenhang wird uns die Diskussion um eine Gesetzesverschärfung auch in Zukunft immer wieder begleiten – darüber müssen wir uns im Klaren sein“, macht auch der stellvertretende Landrat Raimund Kneidinger deutlich. In der CSU habe man dazu jedoch eine klare Meinung: „Wir wollen legale Waffenbesitzer nicht unter Generalverdacht stellen.“
„Wir sind klar gegen eine Verschärfung des Waffenrechts und wissen um den verantwortungsvollen Umgang der Sportschützen und Jäger mit Waffen. Das gültige Recht ist deshalb in Bayern unserer Auffassung nach völlig ausreichend“, betont MdL Waschler. 

„Es steht völlig außer Frage, dass die Aufbewahrung von Waffen passen muss, aber teilweise wird hier sprichwörtlich über das Ziel hinausgeschossen“, so Jäger und Sportschütze Martin Krautstorfer aus dem Rottal. Auch die sogenannte Bedürfnisprüfung mit der Erbringung sämtlicher Nachweise greife nach Ansicht der Jäger zu weit. „Wir haben die Dringlichkeit des Anliegens schnell erkannt und wollen damit auch unser großes Vertrauen gegenüber Jägern und Sportschützen signalisieren“, so die Abgeordneten weiter. Mit dem bereits auf den Weg gebrachten und im Landtag beschlossenen Dringlichkeitsantrag wird die Staatsregierung aufgefordert, sich auch weiterhin im Gesetzgebungsverfahren auf Bundesebene für lebensnahe und praktikable Lösungen einzusetzen. „Für diesen schnellen Einsatz und das Bemühen unserer Abgeordneten möchten wir uns an dieser Stelle bedanken“, so Antonio Ruppert, Vorsitzender Jäger der Kreisgruppe Vilshofen abschließend.